Ich habe erfahren, dass die Tatsachen immer bewältigt werden können und dass nur die Sorge und die Angst sie vorher ins Maßlose vergrößern

Dietrich Bonhoeffer

 

Mach dir nie Sorgen um die niederen Menschendinge, wie Geld und alles Andere. Dem Vertrauenden können sie nichts anhaben!

Chrisoph Probst

 

Franz von Sales mahnt zur Zuversicht, wo die Sorge uns quält. Gerade der Jahresbeginn nährt die Spekulationen über das Kommende. Wie werden sich die Dinge entwickeln? Und was, wenn ich keinen Einfluss darauf habe? Die Schreckensszenarien haben Hochkonjunktur, denn die mediale Wahrnehmung lässt Übles erwarten.

Mit unseren Ängsten tun wir der Sorge, der guten Sorge, Unrecht. Die Fürsorge, das sich Kümmern um einen lieben Menschen, um unsere Umwelt, aber auch um uns selbst macht uns ja erst zu humanen Wesen. Die gute Sorge ist von Liebe erfüllt, niemals aber von Angst.

Sich Sorgen machen – fast könnte man es als geistige Umweltverschmutzung bezeichnen. Diesen – meist unnötigen – Sorgen stellt schon Franz von Sales etwas dagegen: die Zuversicht. Ja, das Vertrauen, die Zuversicht, die Gewissheit, dass wir vielleicht ein Packerl zum Tragen bekommen, dass uns gleichzeitig aber auch die Kraft dazu geschenkt wird. Und dass wir vielleicht gar nicht alles selbst tragen müssen, sondern um Hilfe bitten können.

Wagen wir 2018 den Versuch, jeder Sorge, die uns quält, einen Begleiter an die Seite zu stellen: die Zuversicht oder das Vertrauen oder unseren Glauben. Dann werden vielleicht die Sorgen nicht vergehen, aber sie werden auch nicht unmäßig wachsen können. In diesem Sinne: Ein gutes Jahr 2018 mit viel Vertrauen und Zuversicht!